PV Anlagen

Photovoltaikanlagen – deine eigene Stromerzeugung fürs Dach

Eine Photovoltaikanlage macht dich über Jahrzehnte unabhängiger vom steigenden Strompreis. Anders als beim Balkonkraftwerk geht es hier um eine große, individuell geplante Anlage fürs Hausdach – mit entsprechend höherem Sparpotenzial. Wir zeigen dir, worauf es bei der Planung ankommt, und vergleichen die vier gefragtesten Komplettanbieter direkt miteinander.

Was ist eine Photovoltaikanlage?

Solarmodule
Mehrere Module auf dem Dach wandeln Sonnenlicht in Gleichstrom um. Typische Anlagengrößen für Einfamilienhäuser liegen zwischen 5 und 15 kWp.

Wechselrichter
Der Wechselrichter macht aus dem erzeugten Gleichstrom nutzbaren Wechselstrom fürs Hausnetz. Markenwechselrichter wie Fronius, SMA oder Huawei gelten als besonders zuverlässig.

Batteriespeicher
Ein Speicher hebt den Autarkiegrad eines Haushalts auf bis zu 80 Prozent, da tagsüber erzeugter Strom auch abends und nachts genutzt werden kann.

Anmeldung & Förderung
PV-Anlagen werden kostenlos im Marktstammdatenregister angemeldet. Seit 2023 gilt 0 Prozent Mehrwertsteuer auf Kauf und Installation privater Wohngebäude-Anlagen.

Worauf du bei der Planung achten solltest

  • Anlagengröße (kWp): Für ein typisches Einfamilienhaus mit 3.500–5.000 kWh Jahresverbrauch sind 5–10 kWp meist der wirtschaftliche Sweet Spot. Bei geplanter Wärmepumpe oder E-Auto lohnen sich 12–15 kWp.
  • Kauf vs. Miete: Der Kauf ist über 20 Jahre in den meisten Fällen 10.000 bis 20.000 Euro günstiger als ein Mietmodell. Miete kann sinnvoll sein, wenn kein Eigenkapital oder Kreditzugang vorhanden ist.
  • Komponentenqualität: Modulhersteller wie Longi, JA Solar oder Trina, Wechselrichter von SMA, Fronius oder Huawei gelten als zuverlässig.
  • Garantie: Marktstandard sind 25 Jahre Leistungsgarantie auf Module (typisch 80 % Restleistung nach 25 Jahren).
  • Festpreis nach Vor-Ort-Termin: Online-Sofortpreise liegen oft 15–25 % unter dem späteren tatsächlichen Preis. Bestehe auf einem Festpreis nach persönlicher Begehung.
  • Mehrere Angebote einholen: Stiftung Warentest und Verbraucherzentrale empfehlen mindestens drei Vergleichsangebote vor Vertragsabschluss.

Die 4 gefragtesten Komplettanbieter im direkten Vergleich

1KOMMA5°, Enpal, enerix und Svea Solar zählen aktuell zu den bekanntesten Photovoltaik-Komplettanbietern in Deutschland. Die folgende Tabelle zeigt die wichtigsten Kaufkriterien auf einen Blick – darunter findest du zu jedem Anbieter eine kurze Einschätzung, für wen er sich eignet.

Kriterium1KOMMA5°EnpalenerixSvea Solar
GeschäftsmodellNur KaufMiete und KaufNur Kauf, regionale Franchise-FachbetriebeKauf oder Miete
Preisbeispiel10 kWp + Speicher ca. 25.000 €ab 98 €/Monat (Miete) bzw. ab ca. 18.000 € (Kauf)individuelles Angebot je Fachbetrieb, meist marktüblich bis leicht höherleicht über Marktdurchschnitt, individuelles Angebot
Garantie30 Jahre Produkt- und Leistungsgarantie (Module)herstellerabhängig, Rundum-Sorglos bei Miete inklusiveherstellerabhängig, TÜV-zertifizierte Beratung25 Jahre Leistungsgarantie (Module); 10 Jahre (Kauf) bzw. 20 Jahre (Miete) Systemgarantie
Testergebnis / BewertungCHIP-Test 2025/2026: Note 1,3 (Testsieger)CHIP-Test 2025/2026: Note 1,7; Trustpilot ca. 4,0/5Google-Bewertung ca. 4,8/5; EUPD „TOP BRAND PV“ 2025Trustpilot ca. 4,6/5
ReichweiteBundesweit, zentrale OrganisationBundesweit, Marktführer Europas (>350.000 Installationen)Über 108 regionale Fachbetriebe in Deutschland und ÖsterreichBundesweit, deutscher Hauptsitz in Köln
BesonderheitKomplettsystem aus PV, Speicher, Wallbox, Wärmepumpe und Energiemanagement aus einer HandGrößter Mietanbieter, seit 2023 auch Kaufmodell wählbarIndividuelle, persönliche Beratung durch lokalen Fachbetrieb vor OrtIKEA-Kooperation (Solstråle), eigener dynamischer Stromtarif seit 2026

1KOMMA5°

1KOMMA5° bietet ausschließlich Kaufmodelle an und positioniert sich als technologiegetriebener Komplettanbieter für Photovoltaik, Speicher, Wallbox, Wärmepumpe und Energiemanagement aus einer Hand. Im CHIP-Test 2025/2026 belegte der Anbieter mit Note 1,3 den ersten Platz. Ideal, wenn du eine Anlage kaufen statt mieten möchtest und Wert auf ein durchdachtes Gesamtsystem legst.

Enpal

Enpal ist mit über 350.000 Installationen der größte Anbieter im europäischen Privatkundengeschäft und hat das Mietmodell in Deutschland bekannt gemacht. Seit 2023 gibt es zusätzlich ein Kaufmodell. Das Rundum-Sorglos-Paket bei Miete umfasst Installation, Wartung, Reparatur und Versicherung – über 20 Jahre Laufzeit ist die Miete aber in der Regel teurer als der Kauf. Passend für alle, die ohne Eigenkapital starten und maximalen Komfort wollen.

enerix

enerix ist ein bundesweites Franchise-Netzwerk mit über 108 regionalen Fachbetrieben und TÜV-Rheinland-zertifizierten Beratern. Die Anlage wird ausschließlich verkauft, nicht vermietet. Durch die regionale Struktur ist die Beratung persönlicher und individueller auf das jeweilige Dach zugeschnitten als bei zentral organisierten Anbietern. Geeignet für alle, die Wert auf persönlichen, lokalen Ansprechpartner legen.

Svea Solar

Das schwedische Unternehmen ist seit 2020 in Deutschland aktiv und vertreibt seine Anlagen über die IKEA-Kooperation unter dem Namen Solstråle. Kunden wählen zwischen Kauf (10 Jahre Garantie) und Miete (20 Jahre Garantie), auf die Module gibt es bis zu 25 Jahre Leistungsgarantie. Seit Januar 2026 bietet Svea Solar zusätzlich einen eigenen dynamischen Stromtarif an. Interessant für alle, die Kauf- und Mietoption direkt bei einem Anbieter vergleichen möchten.

In 4 Schritten zur eigenen PV-Anlage

1. Angebote einholen
Hole mindestens drei Angebote unterschiedlicher Anbietertypen ein – digitale Komplettanbieter und regionale Fachbetriebe.

2. Vor-Ort-Termin
Lass dir einen Festpreis erst nach persönlicher Dachbegehung geben. Online-Sofortpreise liegen oft deutlich unter dem späteren tatsächlichen Preis.

3. Installation
Die Fachfirma übernimmt Montage, Elektroarbeiten und Inbetriebnahme der Anlage – Dauer meist ein bis zwei Tage.

4. Anmeldung
Die Anlage wird kostenlos im Marktstammdatenregister angemeldet. Bei größeren Anlagen übernimmt das in der Regel der Anbieter für dich.

Häufige Fragen zur Photovoltaikanlage

Lohnt sich eine PV-Anlage mit Speicher?
Ja. Ohne Speicher liegt der Eigenverbrauchsanteil meist bei 30–50 %, mit Speicher steigt er auf bis zu 80 %. Bei aktuellen Strompreisen von rund 37 Cent pro kWh amortisiert sich ein Speicher über die Nutzungsdauer meist deutlich.

Was kostet eine 10-kWp-Anlage mit Speicher 2026?
Eine schlüsselfertige 10-kWp-Anlage mit 10-kWh-Speicher kostet 2026 zwischen rund 16.000 und 23.000 Euro, abhängig von Anbieter und Komponenten. Der Preis ist dank 0 % Mehrwertsteuer bereits ein Endpreis.

Sollte ich kaufen oder mieten?
Über 20 Jahre gerechnet ist der Kauf in den meisten Fällen 10.000 bis 20.000 Euro günstiger als ein Mietmodell. Miete kann sinnvoll sein, wenn kein Eigenkapital oder Kreditzugang vorhanden ist.

Wie lange dauert die Amortisation?
Je nach Anlagengröße, Eigenverbrauch und Anbieter amortisiert sich eine PV-Anlage typischerweise nach 7 bis 12 Jahren.

Brauche ich eine Genehmigung für meine PV-Anlage?
Nein, eine Genehmigung ist nicht erforderlich. Pflicht ist lediglich die kostenlose Anmeldung im Marktstammdatenregister.

Bereit für deine eigene Photovoltaikanlage?

Vergleiche die vier Anbieter direkt und finde das Modell, das zu deinem Dach, deinem Budget und deinen Anforderungen passt.

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